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Schüler in StraßburgExkursion nach Straßburg

Am Dienstag, den 11.02.2014, besuchten die Leistungskurse Geschichte (MSS 11 und 12) und der Leistungskurs Bildende Kunst (MSS 11) unter der Leitung von Felix Klug und Ralph Ehrenreich die Stadt Straßburg.

Die Fahrt fand in Kooperation mit dem Arbeitskreis „Geschichte der Juden in Pirmasens“ statt. Karola Streppel, 1. Vorsitzende des Vereins und Initiatorin dieser für alle sicherlich fruchtbaren Begegnung, nahm ebenfalls an der Fahrt teil.

Bei der Exkursion lag der Fokus auf dem jüdischen Leben in der „Hauptstadt Europas“. Höhepunkt dabei war der Besuch der „Synagogue de la Paix" – dem zweitgrößten jüdischen Gotteshaus in Europa.

Nach einer zweistündigen Busfahrt begrüßte Gerard Dreyfus, der Präsident der jüdischen Kultusgemeinde, die Teilnehmer und führte uns durch den Gebäudekomplex. Er übermittelte dabei anschaulich die wichtigsten Fakten zur jüdischen Geschichte und Gegenwart Straßburgs.

Mit rund 15.000 Mitgliedern zählt die jüdische Gemeinde in Straßburg heute zu den größten in Frankreich, doch ihr Schicksal war wechselhaft:

Nach der Kriegserklärung Deutschlands an Frankreich im Jahr 1939 mussten viele Juden Straßburg verlassen. Der Vorgängerbau der „Synagogue de la Paix“ wurde von den Nationalsozialisten im Jahr 1940 in Brand gesteckt und vernichtet, die noch verbliebenen Gemeindemitglieder verfolgt. Erst nach Kriegsende kehrt das jüdisches Leben nach Straßburg zurück. Die neue Synagoge an der Avenue de la Paix wurde im Jahr 1958 eröffnet.

Überrascht waren wir über die zahlreichen Funktionen des Gemeindehauses. Es dient heute nicht nur dem jüdischen Gottesdienst, sondern auch Gemeindeveranstaltungen, der Erwachsenenbildung und der Bereitstellung von Hebräischschulen für schulpflichtige Kinder. Das rege Treiben von erwachsenen Besuchern, dem Pausenraum der Kindergartenkinder und der Schüler beeindruckten uns.

Dann machten wir uns auf in die Innenstadt, hin zum Straßburger Münster. In zwei aufgrund der Kälte abgekürzten Vorträgen brachten uns Anna-Lena Adrian und Michelle Schwarz die wesentlichen Elemente der Fassade dieses weltweit höchsten Gebäudes des späten Mittelalters näher. Insbesondere die Harfe aus Stein, wie der zierliche fast transparent wirkende Vorbau vor der eigentlichen Fassade aus Sandstein gehauene „Vorhang“ genannt wird, ließ uns staunen. In einer spontanen Aktion versuchten wir uns in die Könige des Hauptportals einzufühlen, indem wir ihre Gesten nachstellten. Dabei entstanden eines der Fotos. Ebenfalls fotografiert wurde die Fensterrose von Meister Erwin, einem der großen Baumeister des Straßburger Münsters.

Im Anschluss hatten die Schüler noch Gelegenheit die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.